bluehouse Blog

Jugend-Plattform gegen Cyber-Mobbing startet

30.9.2009

Jugendliche sind im Internet nicht nur besonders gut vernetzt, sondern auch oft Mobbing, Hassattacken und ungewollter Bloßstellung durch Altersgenossen ausgesetzt. Dagegen hat die Niedersächsische Landesmedienanstalt (NLM) nun eine Selbsthilfe-Plattform gestartet. Unter juuuport.de sind ehrenamtliche Scouts erreichbar, die Jugendliche bei schlechten Erfahrungen im Internet beraten sollen, teilte die Medienanstalt mit. Unterstützt wird die Selbstschutz-Plattform von Jugendlichen für Jugendliche von den Landesmedienanstalten von Bremen, Hamburg/Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.

Die jugendlichen Scouts werden durch psychologische, juristische und medienpädagogische Fachkräfte ausgebildet. Die Erfahrung sei, dass sich junge Leute lieber untereinander austauschten, als Erwachsene einzuweihen, hieß es.

Erste Hilfe sollen die Scouts Jugendlichen bieten, wenn diese in sozialen Netzwerken wie Facebook oder schülerVZ beleidigt werden oder unerwünschte Fotos von ihnen erscheinen. Dabei geben die Scouts auch juristische Hinweise und sagen, was aus rechtlichen und ethischen Gründen im Web “nicht geht”, erklärte die Medienanstalt. Jugendliche können bei der Plattform auch Internetseiten melden, die ihnen wegen der Darstellung von extremer Gewalt, Pornografie oder anderen Dingen übel aufstoßen. Ein Forum bietet außerdem die Möglichkeit zum Dialog unter jungen Internetnutzern.

Quelle: Heise (anw/c’t)

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Bald 100 MBit/s über Kabelanschluss von Kabeldeutschland

29.9.2009

Anfang 2010 will der Kabel-TV Anbieter Kabeldeutschland in Ballungsgebieten damit angefangen sein Internet Flat Angebot von 32 auf 100 MBit/s für Privatkunden auszubauen. 32 MBit/s sind ja schon eine ganze Menge, aber im Zeitalter wo nun alles übers Internet funktioniert, zum Beispiel auch das Kaufen von downloadbaren Videos oder Spielen, kann es einem ja bekanntermaßen nie schnell genug gehen. Zumal aktuelle DVD’s oder Spieltitel auch mal leicht an die 4 – 6 Gigabyte voll bekommen. Das macht einen Zeitunterschied von ca. 18 Minuten aus. Außerdem ist es generell viel cooler, schneller als alle anderen im Netz unterwegs zu sein. Preise wurden leider noch nicht genannt, aber man werde sich an der Konkurrenz orientieren. Da möchte man nicht hoffen, das solche Geschwindigkeiten, wie bei der Telekom und 1&1, über 45 € kosten.

Ich freue mich schon auf das nächste Jahr und bin gespannt, ob diese Geschwindigkeiten auch in Hannover verfügbar sein werden und vor allem zu erschwinglichen Preisen.

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Schon wieder Killerspiele Verbieten?

18.9.2009

Diesmal ist es in Ansbach am Gymnasium Carolinum passiert. Zwar wurde niemand verletzt (bis auf den Amokläufer selbst der mit fünf Schüssen ruhig gestellt wurde) aber dennoch kann ich mir gut vorstellen das einige Politiker die bereits abgekühlte Diskussion über Killerspiele wieder aufgreifen werden, um Spiele mit fragwürdigen Inhalten zu verbieten.

Schon einige Stunden nach der Tat konnte man in einschlägigen Foren lesen, dass die schlimmsten Befürchtungen bezüglich politischer Schnellschüsse wieder aufkeimen. Dabei wurde schon häufig von Fachleuten gesagt (und häufig zitiert), das sogenannte Killerspiele lediglich einen Beitrag dazu leisten können, dass eine labile Person ausbricht, jedoch nicht allein verantwortlich dafür ist. Viel mehr ist es das Umfeld des Täters welches ihn, durch Mobbing, schwere Kindheit, Scheidung der Eltern oder ähnliches, ausbrechen lässt.

Falls ein solches Killerspiel-Verbot durchgesetzt werden sollte, läuft man Gefahr, dass einige heiß ersehnte Titel in Deutschland auf einmal nicht mehr in den Regalen stehen oder gar erscheinen. Ich persönlich halte das für eine üble Bevormundung der erwachsenen Spielergemeinde. Ja, unsere Jugend muss vor solchen Inhalten geschützt werden, aber deshalb gleich das Erscheinen in Deutschland verhindern oder die Beschaffung erschweren? So schießt sich der Staat selbst ins Bein, denn so entgehen Ihm wichtige Einnahmen in einer Sparte, die sowieso schon unter massenhaft Raubkopien zu leiden hat, und die Kauflust wird sicher nicht gesteigert, wenn man sich ein Spiel in einer Fremdsprache aus dem Ausland importieren lassen muss.

So ein Killerspiel-Verbot hat also weitreichende Folgen. Die Ziele der Politiker mögen ja sicher zum Wohle des Volkes sein, aber in dieser Hinsicht frage ich mich, ob sie auch über alle Ecken gedacht haben. Ein dickes Lob geht an die Spieler Gemeinde, die an einem Strang zieht, um der Bevormundung durch den Staat strotz, um auch weiter in frieden ihre Lieblingstitel spielen zu können.

In diesem Sinne hoffe und bange ich, das diese Amoklauf Diskussion einen großen Bogen um Killerspiele macht.

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